Was ist Chiropraktik?

Der Begriff Chiropraktik setzt sich aus den beiden griechischen Worten „cheir“ (gr. Hand) und „practos“ (gr. anwenden/tun) zusammen und bedeutet in etwa übersetzt „mit der Hand getan“. 

Chiropraktik ist eine biomechanische Behandlungsmethode mit dem Ziel, Fehlstellungen und Blockaden im Bewegungsapparat des Menschen zu beseitigen und damit alle Gelenke des Körpers wieder in die richtige Stellung  zu bringen. Durch die Korrektur mit Hilfe spezieller manueller Techniken kann auch ein möglicher Druck auf Nervenleitungsbahnen behoben werden und der Schmerz, der durch die Reizung der Nerven ausgelöst wurde, kann verschwinden.


"Amerikanische" Chiropraktik

Chiropraktik ist nicht zu verwechseln mit dem „Einrenken“ von vollständig ausgekugelten Gelenken. Was wir als „Verrenkung“ empfinden ist im eigentlichen Sinne nur eine Blockade einzelner Wirbel der Wirbelsäule, welche durch spezielle Techniken mit sanften Impulsen gelöst werden kann. Das charakteristische Knacken bei der Behandlung entsteht durch das Implodieren von Gasbläschen im Gelenkspalt und ist völlig harmlos und ungefährlich.


Im Gegensatz zu den generellen  Mobilisierungstechniken der manuellen Therapie behandelt die „Amerikanische“ Chiropraktik sehr spezifisch einzelne Wirbel und  Gelenke. Dabei wird das Gelenk bzw. die entsprechende blockierte Wirbelpaarung an das Ende der Beweglichkeit gebracht und mit einem  sanften Impuls bewegt und deblockiert.

Thompson Terminal Point Technique

Die Thompson Terminal Point Technique (TTPT) wurde in den 1950er Jahren von Dr. Clay Thompson entwickelt, einem amerikanischen Ingenieur, Arzt und Chiropraktiker. Dabei handelt es sich um eine sanfte Chiropraktik-Methode, die einen spezialisierten „Drop-Table“ verwendet, der Behandlungsgriffe mit hoher Geschwindigkeit bei geringem Krafteinsatz erlaubt.

Diese Technik konzentriert sich darauf, Wirbelgelenk-Subluxationen zu lokalisieren und mit Hilfe einer speziellen Behandlungsbank zu korrigieren. Diese verfügt über Polster, die sich leicht anheben lassen und beim Anwenden eines schnellen, leichten Impulses des Chiropraktikers abfallen, wodurch die für die Korrektur der Wirbelsäule, des Beckens oder der Extremitäten benötigte Kraft reduziert wird. Da weniger Krafteinsatz erforderlich ist, ist diese Methode oft bequemer für Patienten und geeignet für unterschiedliche Alters- und Gesundheitszustände.  

Welche Beschwerden werden behandelt?*

Nach dem Grundgedanken der Chiropraktik lassen sich fast alle körperlichen Beschwerden auf Fehlstellungen und Blockaden von Gelenken zurückführen. Durch die Subluxation einzelner Halswirbel und die damit einhergehenden muskulären Verspannungen der Nackenmuskulatur können Schwindel, Hör- und Sehstörungen ausgelöst werden. Sitzt die Blockade im Bereich der Brustwirbelsäule entstehen Schulter- und Rückenschmerzen, aber auch Bluthochdruck oder Verdauungsprobleme sind möglich. Schmerzen in der Hüfte oder in den Beinen und Füßen sind meist Ursache einer ISG-Blockade oder einer Wirbelverschiebung im Bereich des unteren Rückens.

*) Zur rechtmäßigen Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) weise ich ausdrücklich auf den Versuchscharakter bzw. den zur Schulmedizin „alternativen” Ansatz der zum Einsatz kommenden Therapieverfahren auf dem Gebiet der sogenannten „Komplementärmedizin” hin. D.h. es liegen diesbezüglich bislang keine allgemein anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Nutzen-/Risikoprofil vor. Der Einsatz kann daher auch unbekannte Risiken bergen - ein Therapieerfolg kann, muss aber nicht eintreten.